Papst-Besuch in Australien:
Benedikt XVI. reist im Zeichen des Klimawandels
Der Papst hat sich für seine Reise nach Australien ehrgeizige Ziele gesetzt. Er will sich um die Aussöhnung mit den Opfern sexuellen Missbrauchs durch Priester
bemühen und auf den Klimawandel aufmerksam machen. «Ich bin Optimist», so Benedikt XVI.
Während seines Besuchs in Australien in den kommenden zehn Tagen will Papst Benedikt XVI. nach eigenen Worten das allgemeine
Bewusstsein für den Klimawandel schärfen. Außerdem werde er sich um eine Aussöhnung mit Menschen bemühen, die von katholischen Geistlichen sexuell missbraucht
wurden. Benedikt brach am Samstag nach Australien auf.
Eine Sondermaschine der Alitalia mit dem Papst und seiner Delegation an Bord startete gegen 10.30 Uhr vom Flughafen Leonardo da Vinci
in Rom. In Australien nimmt der 81-Jährige am katholischen Weltjugendtag teil. Höhepunkt wird eine Messe unter freiem Himmel am 20. Juli sein, zu der rund
250.000 Gläubige erwartet werden.
Am 21. Juli kehrt der Papst nach Italien zurück. Es ist die bislang weiteste Reise seines Pontifikats. An Bord der Maschine sprach der Papst etwa 15 Minuten lang mit mitreisenden Journalisten. Auf eine zuvor beim Vatikan eingereichte Frage eines Reporters zum Klimawandel sagte Benedikt, es müssten neue Impulse gegeben werden, «um unsere Verantwortung wiederzuentdecken» und um einen ethischen Weg zu finden, den Lebenswandel der Menschen zu ändern.
Politiker und Experten müssten fähig sein, auf diese große ökologische Herausforderung zu reagieren. «Wir haben unsere Verantwortung gegenüber der Schöpfung», sagte er und betonte zugleich, dass er sich nicht in technische oder politische Fragen einschalten werde. Er räumte ein, dass die Kirche im Westen in einer Krise sei. Im Niedergang befinde sie sich jedoch nicht. «Ich bin ein Optimist», sagte er. (AP)
http://www.netzeitung.de/politik/ausland/1085837.html








