Publikationsdatum: 2005-08-23
Benedikt XVI.: "Nur Jesus macht uns frei"
Papstbotschaft anlsslich des 26. Rimini-Treffens von "Gemeinschaft und Befreiung"
RIMINI, 23. August 2005 (ZENIT.org).- Vom 21. bis zum 27. August findet das von der kirchlichen Bewegung "Gemeinschaft und Befreiung" ("Comunione e Liberazione") organisierte 26. Rimini-Treffen statt, das sich in diesem Jahr ganz dem Thema der menschlichen Freiheit widmet. In einer speziellen Grubotschaft erinnert Papst Benedikt XVI. die rund 700.000 Teilnehmer dieses "Treffens fr die Freundschaft unter allen Vlkern", dass nur Jesus den Menschen wahrhaft frei mache.
Das Motto der jedes Jahr in der italienischen Stadt Rimini abgehaltenen Tagung ist diesmal dem Meisterwerk "Don Quijote" von Cervantes entnommen. Dort sagt der Ritter seinem Knappen Sancho: "Die Freiheit, mein lieber Sancho, ist eines der wertvollsten Gter, welche die Himmel den Menschen gewhrt haben: Alle Reichtmer, die sich auf Erden oder unter den Meeren befinden, kommen ihr nicht gleich. Fr die Freiheit, wie fr die Ehre, lohnt es sich, das Abenteuer des ganzen Lebens einzusetzen." In einer von Kardinal-Staatssekretr Angelo Sodano unterzeichneten Botschaft unterstreicht der Heilige Vater die Bedeutung dieser Worte, insbesondere "in einem historischen und kulturellen Augenblick, in dem nichts so vielen Irrtmern unterliegt wie der Begriff der Freiheit". Die Freiheit des Menschen sei Gott sehr wichtig, denn "er will, dass wir frei sind, und er liebt uns, insofern wir frei sind so sehr, dass er sogar riskiert, dass wir uns von ihm entfernen knnen. Denn er will uns die Mglichkeit geben, ihn ohne innerem Zwang anzuerkennen."
Die Papstbotschaft wurde am vergangenen Sonntag im Rahmen des Erffnungsgottesdienstes von Dizesanbischof Mariano de Nicol in der italienischen Stadt Rimini verlesen. "Warum liebt Gott unsere Freiheit?", wird im Schreiben gefragt. "Weil er in uns das Bild seines Mensch gewordenen Sohnes erkennt, der sich aus freiem Entschluss vollstndig dem Projekt des Vaters verschrieben hat, freiwillig einen Krper annehmen und sich ebenfalls aus freiem Entschluss bis zum Tod am Kreuz erniedrigen wollte in dieser Opfergabe, die das Sakrament der Eucharistie tglich auf dem Altar aktualisiert."
Aus diesem Grund sei die "wahre Freiheit die Frucht der persnlichen Begegnung mit Christus", heit es in der Botschaft des Heiligen Vaters. Jeder Mensch mache die Erfahrung der Samariterin aus dem Evangelium: "Als sie diesem 'Menschen' begegnete, der ihr alles sagte, was sie gemacht hatte, und der ihr das wahre Gesicht ihrer Bestimmung offenbarte, fhlte sie sich innerlich wie neu geboren und hatte den Eindruck, wieder vollkommen frei zu sein."
Abschlieend erinnert der Papst an die Worte, die er noch als Kardinal Ratzinger beim Begrbnis von Msgr. Luigi Giussani, dem Grnder von "Gemeinschaft und Befreiung", am 24. Februar dieses Jahres in Mailand sprach: "Wo es Glauben gibt, da gibt es Freiheit" ("Ubi fides ibi est libertas"). Und diese Freiheit sei die Spiegelung des Glaubens im Leben, die die gesamte Existenz erleuchte.
Das Programm des 26. Rimini-Treffens, das bis zum 27. August dauert, besteht aus Vortrgen, Diskussionsrunden, Ausstellungen, knstlerischen Darbietungen und sportlichen Wettkmpfen.
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