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und hier noch eine meldung zu einem thema, bei dem mein blutdruck auf wohl unmessbare werte steigt. gut, dass papa sich auch dazu äussern wird:
Vatikan: Papst wird über sexuellen Missbrauch sprechen
Papst Benedikt XVI. wird bei seiner Reise in die USA das Problem des sexuellen Missbrauchs durch Priester ansprechen. Das hat Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone in einem Interview mit dem US-Fernsehsender Fox TV angekündigt. Die Serie von Missbrauchsfällen, die in mehreren Etappen und oft mit jahrzehntelanger Verzögerung an die Oberfläche gespült wurde, hat die katholische Kirche in Amerika in den vergangenen Jahren bis auf die Grundfeste erschüttert. Dazu Bertone:
"Erinnern wir uns daran, dass die überwiegende Mehrheit der Priester und Erzieher der USA sich auf moralischer Ebene vorbildlich verhalten haben. Und doch: Das Fehlverhalten dieser kleinen Minderheit hat die katholische Kirche nicht nur in den USA, sondern auf der ganzen Welt verletzt. Der Papst wird davon sprechen, und zwar in der St. Patricks Kathedrale in New York, wo er sich am Samstag, den 19. April, in einer Rede an die Priester wendet. Als Hirte sucht der Papst natürlich die Wege der Heilung und der Versöhnung. Mit dieser Absicht wird der Papst alle dazu aufrufen, sich einer Reinigung zu unterziehen und mitzubauen an einer Kultur der moralischen Integrität, der Gerechtigkeit, des gegenseitigen Vertrauens vor allem im erzieherischen Bereich."
Bertone, der sexuellen Missbrauch wörtlich als "menschliche Verwahrlosung" bezeichnete, stellte klar, dass die Kirche trotz dieser Herausforderung ihrem Engagement in der Erziehungsarbeit treu bleiben müsse.
"Wir dürfen nicht auf unseren Einsatz im Bildungssystem verzichten. Wir dürfen nicht auf Schulen und Jugendzentren verzichten, denn diese arbeiten an einer ganzheitlichen Erziehung der Menschen - wir müssen aus diesen Einrichtungen einen Treffpunkt der Freundschaft mit Christus machen."
Vor der UNO hingegen wird Papst Benedikt XVI. die Rolle der Völkergemeinschaft würdigen und die positiven Beziehungen mit dem Heiligen Stuhl hervorheben. Vor allem aber geht es bei dieser politischen Ansprache laut Bertone "um die Einheit und Unteilbarkeit der grundlegenden Menschenrechte, die ihre Wurzeln in der Natur des Menschen haben, der nach dem Bild Gottes geschaffen ist. Heute werden die Menschenrechte oft oberflächlich als rein juristische Tatsachen betrachtet, die somit vom Willen eines Gesetzgebers abhängen. Dabei gerät aus dem Blick, dass die Vereinten Nationen historisch nach der traurigen Erfahrung der Allmacht von Diktatoren geradezu mit dem Ziel gegründet wurden, die Fragmentierung der Rechte zu stoppen."
Deshalb werde Papst Benedikt die UNO an ihre Pflicht erinnern, die Menschenrechte zu schützen, und zwar insbesondere die der Schwachen.
"Nicht die Rechte der Starken! Die Starken schützen sich selbst. Der Schutz der Menschenrechte für die Schwachen ist Aufgabe der Völkergemeinschaft. Das steht in einer Linie mit der Solidarität mit Völkern, die an Hunger, Unwissenheit und Seuchen leiden - ein Feld, auf dem sich die katholische Kirche mit allen ihren humanitären Organisationen engagiert." (fox news)









